Unser Mosaikboden aus Fliesenresten

Unser Mosaikboden aus Fliesenresten

Die meisten hätten die restlichen Fliesen wahrscheinlich einfach entsorgt. Und dann gibt es… mich. Die davor steht und denkt: Hey, das ist doch kein Müll, das kann ich noch gebrauchen! 😅 Von keinem anderen Detail in unserem Haus habt ihr so oft gefragt, wie es entstanden ist. Deshalb hier einmal alles in Ruhe, vom Material bis zu der Frage, die wirklich jedes Mal kommt: Und was ist mit den Fugen?

Die Fliesen

Für unser Haus haben wir uns in die Branco Estremoz verliebt, gekauft bei hage by Klecka in Düsseldorf. Ein Terrazzo mit echten Marmorstücken, warm, lebendig und jede Platte ein bisschen anders. Genau das, was ich an alten Häusern so liebe.

Am Ende blieben ein paar Reste übrig, dazu einige Bruchstücke. Zu schade zum Wegwerfen, aber viel zu wenig für einen ganzen Raum. Also habe ich angefangen zu puzzeln.

 


So ist das Mosaik entstanden

1. Zerschlagen
Die Reste habe ich in unregelmäßige Stücke zerschlagen. Kein Muster, keine Schablone. Gerade die unterschiedlichen Formen machen am Ende den Charakter aus.

2. Kanten abschleifen
Alle Bruchkanten habe ich danach abgeschliffen. Das ist der Schritt, den man auf Bildern nicht sieht, der aber den Unterschied macht. So wirkt das Mosaik weich und gewollt statt zufällig zusammengesucht.

3. Legen
Dann hieß es puzzeln, Stück für Stück. Ich habe darauf geachtet, dass sich große und kleine Teile abwechseln und die Marmoreinschlüsse schön verteilt sind.

4. Verfugen
Verfugt haben wir mit PCI in Weiß. Und ja, ganz bewusst mit breiten, weißen Fugen.

„Aber die werden doch schmutzig!“

Jedes Mal, wenn ich diesen Boden zeige, kommen genau diese Nachrichten. Und ehrlich? Ja. Werden sie. Und dann mache ich sie sauber. Ich richte unser Haus nicht danach ein, wie wenig Arbeit etwas macht, sondern danach, was ich jeden Tag gerne anschaue. Deshalb der Marmor, die Fußleisten mit Profil und eben auch diese Fugen. Kombiniert mit ein paar ehrlich pflegeleichten Entscheidungen wie abwischbaren Wänden und waschbaren Teppichen. 

Für mich ist ein schönes Zuhause da, um darin zu leben. Und manchmal gehört eben dazu, alle paar Wochen mit einer Bürste über die Fugen zu gehen. Das überlebe ich.

Was ich daran so liebe

Dass dieser Boden eine Geschichte hat. Er ist aus etwas entstanden, das sonst im Container gelandet wäre, und ist jetzt einer meiner liebsten Orte im ganzen Haus. Und ich finde, genau so sollte ein altes Haus sich anfühlen: nicht perfekt, sondern persönlich.

Würdet ihr das machen… oder wärt ihr bei den weißen Fugen raus? 

Deine Lena

Markennennung, selbst gekauft: Fliesen Branco Estremoz von hage by Klecka, Fugenmaterial von PCI.

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Zu schade zum Wegwerfen, zu wenig für ein ganzes Bad. Wie aus unseren Fliesenresten mein Lieblingsboden wurde und warum ich mich ganz bewusst für weiße Fugen entschieden habe.

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